Die Morgengabe

Die Morgengabe ist ein Geschenk, welches der Bräutigam traditionell am Morgen nach der Hochzeit seiner frisch angetrauten Ehefrau macht – ein sehr schöner Brauch, wie ich finde.

Aber wusstet Ihr, dass die Morgengabe lange Zeit auch in Deutschland und Österreich gesetzlich vorgeschreiben war? In Österreich sogar bis ins Jahr 2009.

Die Morgengabe soll der Braut als Zuwendung ihres Ehemannes zur freien Verfügung stehen, so schrieb es das Gesetz vor – im Gegensatz zur sogenannten Widerlage. Von der Widerlage sollte die Braut nur im Fall des vorzeitigen Ablebens ihres Ehemanns profitieren.

Anzeige

Muslimische Frauen im Iran haben auch heute noch einen Rechtsanspruch auf die Morgengabe, deren Höhe vertraglich vereinbart wird. Hier hat sie eher den Chrakter einer Lebensversicherung für die Frau, auch im Fall einer Scheidung. Mit einer besonders hohen Morgengabe steigert der Bräutigam sein Ansehen in der iranischen Gesellschaft.

Ein weiterer Vorteil einer besonders großzügig bemessenen Morgengabe im Iran ist rein wirtschaftlicher Natur: Der Morgengabeanspruch der Braut ist vor anderweitigen Ansprüchen Dritter geschützt. Im Fall einer Insolvenz des Ehemannes ist die Morgengabe nicht Teil der Insolvenzmasse.

Hm… ich bin froh, dass hierzulande die Idee der Morgengabe mittlerweile rein romantischer Natur ist und stets für große Freude sorgt. Gleich nach dem Aufwachen, oder beim ersten gemeinsamen Frühstück als verheiratetes Paar, ist der perfekte Zeitpunkt, die Morgengabe zu überreichen.

Und was könnte Mann schenken? Sehr beliebt – aufgemerkt, liebe Bräutigame – sind bleibende Erinnerungsstücke an die Hochzeit, beispielsweise ein paar Ohrringe oder eine schöne Halskette. Aber es könnte auch ein schöner Liebesbrief oder eine gemeinsame Reise sein.

Also Männer, lasst Euch was Schönes einfallen.

Anzeige

Anzeige
Anzeige
0

Weitere Beiträge

Kommentar schreiben